Andreas Dresen
Andreas Dresen ist ein deutscher Regisseur, der 1963 in Gera geboren wurde.
Andreas Dresen wächst in der DDR auf, wo er früh seine Leidenschaft für den Film entdeckt und bereits als Jugendlicher erste Filme dreht. Er studiert von 1986 bis 1991 Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg und arbeitet seit 1992 als freier Autor und Regisseur. Internationale Bekanntheit erlangt er mit Halbe Treppe (2002), einer improvisierten Tragikomödie über zwei befreundete Paare. Zusammen mit dem renommierten Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase arbeitet er an insgesamt drei Filmen (Sommer vorm Balkon, Whisky mit Wodka, Als wir träumten). Wolke 9, mit dem er 2008 den Prix Coup de Cœur in der Sektion Un Certain Regard in Cannes gewinnt, behandelt das Tabuthema von Liebe und Sexualität bei älteren Menschen. Drei Jahre später wird Halt auf freier Strecke mit dem Prix Un Certain Regard geehrt, der höchsten Auszeichnung dieser Sektion. Gundermann (2018), ein Porträt des gleichnamigen DDR-Musikers, erhält bei den Deutschen Filmpreisen sechs Lolas, darunter als Bester Film. Der für die Berlinale nominierte Film In Liebe, Eure Hilde, ein historisches Drama über die Widerstandskämpferin Hilde Coppi, erscheint 2024 in den Kinos.
Stilles Land (1992) - Mein unbekannter Ehemann (1994) - Das andere Leben des Herrn Kreins (1994) - Raus aus der Haut (1997) - Nachtgestalten (1999) - Die Polizistin (2000) - Halbe Treppe (2002) - Willenbrock (2005) - Sommer vorm Balkon (2005) - Wolke 9 (2008) - Whisky mit Wodka (2009) - Halt auf freier Strecke (2011) - Als wir träumten (2015) -Timm Thaler oder das verkaufte Lachen (2017) - Gundermann (2018) - Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (2022) - In Liebe, Eure Hilde (2024)